Wirtschaft

Die bolivianische Wirtschaft hat sich in der Zeit von Morales Präsidentschaft in eine zentral gesteuerte Wirtschaft verwandelt. Das kann als der größte Erfolg dieser Regierung angesehen werden. Das Modell stützt sich einerseits, wie schon gesehen, auf die Einnahmen der Erdgasförderung und andererseits auf den Verkauf von Mineralien wie Zink, Gold und Wolfram, und nicht zuletzt durch den Verkauf von Soja. Vor allem aber konnte das Land von höheren Erdgaspreisen profitieren. So haben diese Einnahmen über Jahre hinweg ein relativ stabiles Wirtschaftswachstum, stabile internationale Reserven und eine kontrollierbare Preisentwicklung ermöglicht.

Ein weiteres Merkmal dieses Wirtschaftsmodells spielt die sogenannte Einnahmenverteilung. Diese bezieht sich auf die Gründung verschiedener staatlicher Firmen in der Manufaktur-, Textil- und Nahrungsmittelindustrie und in der Landwirtschaft seitens der Regierung, mit dem Ziel, Industrialisierung des Landes voranzutreiben und eine Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur zu gewährleisten.

Außerdem wurden Projekte zur Förderung von Infrastruktur und Sozialeinrichtungen finanziert, Letzteres zielt auf Hilfen für schwangere Frauen, Rentner und Schulkinder. Auch zur Bekämpfung der Armut waren dies wichtige Schritte. Allerdings sind weitere Schritte nötig, um die Armut im Land zu beenden. Die Privatwirtschaft spielte in allen den Programmen eine sehr geringe Rolle.

Drucken E-Mail