Sep16

Besuch des Bundespräsidenten Österreichs in Bolivien

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Seilbahnen, Entwicklung, Politik, Wirschaft, Medizin / Pharma

Besuch des Bundespräsidenten Österreichs in Bolivien

Am 1. Oktober 2015 wird der Bundespräsident Österreichs, Heinz Fischer, Bolivien besuchen. Dies wurde bereits mehrmals von Präsident Morales angekündigt, nur noch nicht öffentlich durch das Bundespräsidentenamt in Wien bestätigt.

Laut bolivianische Medien Fischer erwartet ein besonders herzlicher Empfang; "er wird als Held empfangen", so Morales. Beide haben eine gute Beziehung miteinander entwickelt, dies besonders nachdem Fischer seinen Amtskollegen aus Bolivien am Flughafen Schwechat besuchte, als dieser im Juli 2013, aus Moskau kommend, dort zwischenlanden musste und 13 Stunden festsaß.

Denn mehrere westeuropäische Länder hatten Morales den Überflug zunächst verweigert, und zwar auf der Basis von falschen Gerüchten, dass der von den USA gesuchte ‚Whistle Blower‘ Edward Snowden sich an Bord befinde.

Fischer wird die zwei größten Städte Boliviens, La Paz und Santa Cruz, besuchen. Ein Anliegen ist es, die bereits sehr guten wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder weiter zu stärken. So ist z.B. ein Besuch von Morales und Fischer auf der vom österreichischen Unternehmen Doppelmayr/Garaventa-Gruppe, mit Hauptsitz in Wolfurt, gebauten Seilbahn
hoch oben in La Paz geplant. Die Seilbahnlinien haben sich als Erfolg gezeigt. Morales hofft nun auf den Bau weiterer solcher Verkehrssysteme in anderen Städten Boliviens.

Der geplante Besuch Fischers hat bereits jetzt positive Auswirkungen für weitere Geschäftsbeziehungen der beiden Länder. Laut bolivianischen als auch österreichischen Medien wurde in den letzten Tagen ein Vertrag mit einem anderen österreichischen Unternehmen unterzeichnet. Die im Bereich der Planung, der Errichtung und dem Betrieb von Gesundheitsprojekten tätige VAMED AG wird für das bolivianische Ministerium für Gesundheit ein tertiäres Krankenhaus in Villa Tunari, nordöstlich der Stadt Cochabamba, errichten. Lokale Medien berichten, dass sich das Investitionsvolumen auf etwa 66,8 Millionen Euro beläuft. Demnach wird das Gesundheitszentrum über 200 Betten verfügen und den Patienten eine Betreuung der Inneren Medizin, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Pulmologie, Neurochirurgie, Gastroenterologie, Augenheilkunde, Hormonkrankheiten und Urologie bieten. Die Gesundheitseinrichtung ist Teil eines Plans der Regierung, bis zum Jahr 2017 im ganzen Land 46 Krankenhäuser zu bauen und auszustatten. Dafür stellt die Regierung Boliviens rund 1,44 Milliarden Euro zur Verfügung. Boliviens Präsident Morales betonte die positiven Erfahrungen, welche das Land bereits mit österreichischen Firmen gemacht hat.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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