Feb27

Bolivien nach dem ‚no‘

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Nachrichten, Politik

Wie ist es dazu gekommen und welche Perspektiven ergeben sich?

Volksabstimmunsergebnisse Februar 2016 (INE)

Am vergangenen Sonntag, den 21. Februar 2016, konnte die bolivianische Bevölkerung in einer Volksabstimmung ihre Stimme abgeben und entscheiden, ob Präsident Morales noch ein weiteres Mal für das Amt des Präsidenten kandidieren darf. In Gegensatz zur beinah schon traditionell breiten Unterstützung für Morales seitens der Bevölkerung in den letzten Jahren, entschieden sich die Bolivianer nun für ein ‚no‘, also einem Nein. Dabei schien es für Morales gut zu laufen, denn die Möglichkeit, überhaupt eine Veränderung der Verfassung für eine weitere Amtszeit zuzulassen – also ein ‚si‘ zu wählen, hatte große Unterstützung bekommen. Die meisten Prognosen hatten einen Vorsprung von 3 bis 4 Prozentpunkten angezeigt. Kurz vor der Abstimmung begann sich dies, zu wandeln. So gab es für die Befürworter einer Verfassungsänderung laut Umfragen deutliche Verluste von bis 6 Prozentpunkten (von 41 Prozentpunkte in Januar 2016 auf nur noch 35 Prozentpunkte in Februar 2016). Währenddessen blieb die Unterstützung für ein Nein zur Verfassungsänderung in beiden Monaten stabil bei 38 Prozentpunkten. Am Ende haben die Gegner mit etwa 2 Prozentpunkten knapp gewonnen. Doch wie ist es zu dieser Veränderung gekommen? Und, vor allem, wie wird es weitergehen?