Aug07

Bolivien feiert 192 Jahre Unabhängigkeit

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Kultur, Politik

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Am 3. August 2017 feierte das bolivianische Honorarkonsulat in Hamburg gemeinsam mit der bolivianischen Gemeinde und dem diplomatischen Corps in Hamburg Boliviens 192. Unabhängigkeitstag. Der Honorarkonsul, Rolando Haches, nutzte die Gelegenheit, sein Glas zu Ehren Boliviens zu heben. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass mit Blick auf die südamerikanische Geschichte 192 Jahre Unabhängigkeit eine beachtliche Zeit sind. Auch verwies er dabei auf die vergangenen 11 Jahre seit der Gründung des aktuellen Plurinationalen Staates. Darüber hinaus und um die Schönheit der bolivianischen Landschaften hervorzuheben, zeigte der Konsul ein paar kurze Videos über Bolivien, welche ebenfakks auf bolivia-visión.com zu sehen sind. Am Schluss der Ansprache wurde die Nationalhymne gesungen.

Bolivien erklärte seine Unabhängigkeit am 6. August im Jahre 1825 - nach Jahren des Kampfes gegen die Royalisten. Ohne die Hilfe der Generäle Simon Bolivar und Jose Antonio de Sucre wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Und um dies gebührend anzuerkennen und Bolívar zu ehren, gab sich nahm das Land den Namen von Bolivien, eine Ableitung von Simon Bolívars Nachnamen. Seitdem haben das Land und seine Bewohner eine wechselvolle Geschichte erlebt. In der Geschichte Boliviens und der Entwicklung der Nation haben auch die natürlichen Ressourcen eine bedeutende Rolle gespielt, und dies nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer und sozialer Hinsicht. Auch die zahlenmäßig starke indigene Bevölkerung ist ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des Landes; diesbezügliche soziale Fortschritte haben auch das Land als Ganzes stärker vereint und als Nation gestärkt. So erlebt Bolivien derzeit die Umsetzung der Idee des Plurinationalen Staates, dessen Gründung, wie Herr Haches seine Gäste erinnerte, auch die Anerkennung einer Nation war, welche sich aus vielen Nationen zusammensetzte, darunter viele indigene Nationen. Der Plurinationale Staat markiert eine Ära, in der die Ureinwohner eine aktive Rolle bei der Bildung des Staates einnehmen, im Gegensatz zur früheren passiven Rolle.

Die Feier zum Unabhängigkeitstag wurde von vielen lange in der Hansestadt Hamburg lebenden Bolivianern und Bolivianerinnen besucht, aber auch von Neuankömmlingen. Unter den Teilnehmern waren ebenso Mitglieder des diplomatischen Corps in Hamburg. Für das leibliche Wohl wurde mit einem Buffet gesorgt; besonders gelobt wurden dabei die Mini-Saltenas (mit Fleisch gefüllte Teigtaschen) und die herzhaft-scharfe Soße mit Namen llajua. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch eine Folkloregruppe und bolivianischen Klängen. Dazu zeigten Tänzer einer lokalen bolivianischen Folkloretanzgruppe typische Tänze aus Bolivien, in bunten und künstlerisch gearbeiteten Kostümen. Eine besondere Atmosphäre für Musik und Tanz bot auch die Kulisse - eine Terrasse in den Räumlichkeiten des Honorarkonsulats in der Hafencity, mit der typischen Hamburger Landschaft von Hafen, Hafencity und Elbphilharmonie. Der Abend endete in einer typisch bolivianischen Weise: mit Tanz und Musik. Hier sehen Sie einige Eindrücke des Abends.

Unten zwei video snipets vom Musik.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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