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Dez02

Bolivien setzt sich für die Registrierung der ausländischen Mitbewohner ein, um die Kriminalität zu reduzieren

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Tourismus, Politik

Die bolivianische Regierung begann diesen Monat damit, alle ausländischen Staatsbürger, die vor dem 1. November länger als ein Jahr in Bolivien leben, zu registrieren. Diese Registrierung findet bis zum 1. November 2017 statt. Das Ziel, so Regierungsminister Carlos Romero, sei es, mehr Kontrolle über die Aktivitäten der illegalen Einwanderer zu gewinnen. Illegale Einwanderer sollen in den letzten Monaten an ganzen Verbrechenswellen teilgenommen haben, und zwar in mehreren großen Städten des Landes. Die Maßnahme wird die vielen in Bolivien lebenden illegalen Einwanderer, aber auch die vielen legalen Immigranten beeinträchtigen.

Auf der einen Seite ist die Maßnahme eine Art biometrische Zählung der vielen legalen Migranten im Land. So gibt es die Möglichkeit, eine Registrierungswebsite der Einwanderungsbehörde zu besuchen (www.migracion.gob.bo), auf die Registerkarte "Servicios via Web" (Webdienste) klicken und dann auf das Untermenü "Registro Nacional de Personas Extranjeras" (Nationales Register Ausländischer Bürger). Dort finden sie ihre Daten oder sie können die erforderlichen Formulare ausfüllen und ausdrucken.

Die Maßnahme will aber auch den Einwanderungsstatus der vielen illegalen Einwohner in Bolivien regulieren. Dem Gesetz nach muss jeder, der seinen Status legalisieren möchte, das oben genannte Anmeldeformular ausfüllen und persönlich vor einem Einwanderungsbeauftragten erscheinen, um seine biometrischen Daten erfassen zu lassen. Alle Antragsteller müssen zu ihrer Person entsprechende Unterlagen vorlegen, aus denen die Rechtmäßigkeit ihrer Tätigkeiten sowie jegliches Eigentum hervorgehen.

Romero unterstrich die Vorteile einer solchen Aktion, um so zu einem Rückgang der von vielen, in Bolivien lebenden, illegalen ausländischen Bürgern begangenen Verbrechen beizutragen (die Straftaten reichen von Entführungen und Angriffen bis zu Raub und Drogenhandel). Romero zitiert Polizeiberichte, die ausdrücklich brasilianische, kolumbianische und peruanische Bürger als Täter dieser Verbrechen nennen.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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