Mär18

'Bolivia te Espera' auf der ITB Berlin 2016

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Tourismus

Bolivia-Vision berichtet nach der Messe über die bolivianische Teilnahme

Das organisatorische Team Patricia San Pablo und Luis F. Olmos

"Es wird jedes Mal besser". Mit diesen Worten beschrieb Patricia San Pablo, Chargé de Tourismus des bolivianischen Tourismus-Vizeministeriums, Boliviens Teilnahme an der Internationalen Tourismus Messe Berlin (ITB Berlin) vom 9.-11. März 2016. Bolivia-Vision berichtete nach der Messe über die bolivianische Teilnahme, die von Bolivien organisierten Aktivitäten, die Unternehmen und deren Angebote und die erzielten Resultate der Teilnahme.

Die ITB Berlin ist die größte und wichtigste Tourismus Messe der Welt. Jedes Jahr wird die Messe von hunderttausend Fachleuten und Bürgern besucht. Die ersten drei Tage sind exklusiv für Fachbesucher – an diesen Tagen werden Geschäfte gemacht. Am Wochenende reisen dann Privatbesucher an und lassen sich von den Ausstellungen zum Reisen inspirieren. Die Zahlen sind recht beeindruckend: laut der ITB Berlin nehmen mehr als 185 Länder aus 5 Kontinenten und etwa 10.000 Aussteller teil; die Ausstellerzufriedenheit liegt bei über 90 Prozent und der Umsatz liegt in Milliardenhöhe. In diesem Jahr war es nicht anders: 120.000 Besucher, davon 10.000 ausstellende Unternehmen aus 187 Ländern in den seit Monaten ausgebuchten 26 Messehallen. Die Geschäftsabschlüsse stiegen von 6,7 Milliarden vom Vorjahr auf rund 7 Milliarden Euro.

Alle südamerikanischen Länder waren vertreten, so auch Bolivien. In diesem Jahr war Bolivien mit 13 bolivianischen Unternehmen, 1 Region (Rurrenabaque) und 1 Organisation (NRO die mehrere Kommunen vertritt), und das Tourismus-Vizeministerium repräsentiert. Es war zwar eine bescheidene Präsenz, wenn man sie mit den Tourismusriesen wie Brasilien (28 Unternehmen), Peru (38 Unternehmen) und Ecuador (31 Unternehmen) vergleicht. Jedoch gegenüber Argentinien und Kolumbien (13 Unternehmen), Chile (7), Uruguay (3) und Venezuela (1) war die bolivianische Teilnahme jedoch sehr gut.

Boliviens organisatorisches Team, Frau San Pablo und Herr Luis Fernando Olmos, waren bereits am Ende des Fachbesucherteils sehr zufrieden. Frau San Pablo erinnerte sich, dass z.B. die Teilnahme Boliviens in 2011 mit nur 6 Unternehmen sehr bescheidend ausfiel. So konnte für 2016 nicht nur die Teilnahme gesteigert, sondern auch eine Internetpräsenz, eine beeindruckende Präsenz in den sozialen Medien und sogar eine eigene App etabliert werden. Die Strategie war es, eine Markenerkennung Boliviens zu schaffen, bei der Bolivia te Espera (Bolivien erwartet Dich) den Namen Bolivien überall erkennbar machen sollte. Darüber hinaus organisierte der bolivianische Pavillon kulinarische Ereignisse und zeigte kulturelle Besonderheiten wie die traditionellen folklorischen Tänze. Besonderheiten der bolivianischen Teilnahme war zudem die Präsenz von Regionen wie die Rurrenabaque-Region, des Weiteren einer Nichtregierungsorganisation, welche mehrere Kommunen vertrat, sowie von Unternehmen im Bereich des Erlebnis-Tourismus.

Laut mehrerer Gespräche zwischen Bolivia-Vision mit anwesenden Unternehmen waren die Unternehmensvertreter sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Geschäftsrunden liefen gut; das Interesse am bolivianischen Tourismus zeigte sich insbesondere durch die persönlichen Gespräche während der Messe.

Für das organisatorische Team und das bolivianische Tourismus-Vizeministerium, sowie für die teilnehmenden Unternehmen ist es von großer Bedeutung, mit ihren Angeboten den europäisch-deutschsprachigen Raum zu erreichen. So besuchen jedes Jahr Zehntausend Deutsche, Österreicher und Schweizer Bolivien, und wenn es nach Frau San Pablo ginge, könnten noch viele mehr kommen.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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