Apr14

Regenzeit: Der Stand der Straßen in Bolivien

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Tourismus

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Quelle: By Greenmind1980 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50556487

Boliviens Regenzeit beginnt im November und endet im März oder April im darauffolgenden Jahr. Dies zu wissen, ist besonders wichtig, wenn es ums Reisen geht und man eine Route planen will. Alljährlich gibt es in diesen Monaten schwere Regenfälle, Stürme, Überschwemmungen und Erdrutsche - dazu kommt dann der schlechte Zustand der Straßen. Oft verbaut dies die Pläne von Reisenden und vielen anderen, schlimmer jedoch wenn Menschen in Unfällen Schaden nehmen. Jedes Jahr wird die Regenzeit mit einer Warnung angekündigt. Die Leute treffen dann in der Regel ihre Vorkehrungen für ihre Reisen:. viele sagen ihre Pläne ab, während andere das Wetter beobachten und ihr Glück auf der Straße versuchen. Jedes Jahr geschehen dann erneut viele Unfälle.

In diesem Jahr war die Regenzeit jedoch weniger stark: auch aufgrund des Wetterphänomens El Nino, welches regelmäßig an der Westküste Südamerikas zu finden ist. Trotzdem gab es nicht nur für Bolivien Probleme, sondern auch für Ecuador und Peru - beide haben bisher den größten Schaden erlitten. Die Ereignisse der letzten Wochen in Peru hat sogar die Weltnachrichten erreicht. Doch auch Bolivien war betroffen, so zum Beispiel mit schweren Regenfällen und Überschwemmungen und dadurch blockierter Straßen. Allerdings gab es in manchen Regionen auch starke Dürren, besonders in den Regionen, wo Paranüsse angebaut werden. Gerade diese Agrarzweig, rund um Beni und Pando im amazonischen Flachland, ist darum in eine Krise gestürzt.

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Quelle: ABC, www.abc.gob.bo

Zur besseren Information hat die bolivianische Agentur für die Administration der Straßen (auf spanisch: ABC) eine Website erstellt. Das Ziel ist, die Öffentlichkeit über den Zustand des nationalen Straßennetzes zu informieren. Auf der Webseite kann man sich über den Zustand von Straßen informieren, oder Alternativrouten und Entfernungen berechnen lassen.

Wie die obige Karte zeigt, gibt es bestimmte Gebiete in Bolivien mit viel Regen und andere nahezu ohne Regen. Insbesondere die Regionen von Beni und Pando leiden immer wieder unter  kurzen aber heftigen Überschwemmungen, aber auch Überschwemmungen von katastrophalen Ausmaßen - weil es hier viele Flüsse gibt, welche Boliviens östliche Ebenen auf dem Weg zum Amazonas-Fluss durchqueren.

Die ABC-Website zeigt mit ihrem "Current Transitable" Straßendienst und verschiedenen Symbolen auch die Straßen, die geschlossen werden könnten sowie den Grund dafür. Somit hat nun der Reisende nützliche Informationen zur Planung, auch wenn das Wetter dazwischen kommt.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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