Aug15

Wirtschaftlicher Ausblick für die Eurozone

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Einzelhandel, Wirschaft

Wirtschaftlicher Ausblick für die Eurozone

Im Juli dieses Jahres hat der IWF die Ergebnisse der sogennanten Artikel-IV-Treffen (PDF) mit den Ländern der Eurozone veröffentlicht. Mit Finanzkrise und Griechenlandkrise gibt es wenig positive Bilanzen für die Eurozone. Doch obwohl beide Krisen noch nicht ganz überstanden sind, hat der IWF einige positive Dinge über die Eurozone zu sagen. Laut IWF-Experten haben fallende Ölpreise, eine langsame Nachfragesteigerung, ein schwacher Euro und die EZB-Unterstützungspolitik zu einer positiven Stimmung, positiven Erwartungen für eine Stabilisierung der Inflationsrate und zur Lockerung der Kreditmarktgegebenheiten geführt. Insgesamt prognostiziert der IWF mehr Wachstum des BIP in der Eurozone, und zwar 1 Prozent in diesem Jahr und 1,7 Prozent für das nächste Jahr. Mittelfristing sind die Prognosen allerdings aber wieder vorsichtiger, besonders wenn dann die geopolitischen Spannungen, die Griechenlandkrise, die niedrige Inflations- und Arbeitlosigkeitsraten, die schwache Nachfrage und die Unsicherheit auf den Finanzmärkten immer noch präsent sind.

Inwieweit sich dieser kleine Aufschwung auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Lateinamerika bemerkwar machen wird, ist noch unklar. Vor allem wird die Unsicherheit über die Dauer der Erholungsphase entscheidend sein. Wenn der Aufschwung von kurzer Dauer ist, wird die Eurozone mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin Probleme haben, was dann auch die Handelsbeziehungen zwischen Lateinamerika und den Ländern der Eurozone negativ beeinflussen wird. Dabei weiß man, dass diese Beziehungen bereits an Bedeutung veloren haben. Darüber hinaus scheint die Handelspartnerschaft von Europa mit Lateinamerika tatsächlich wenig Substanz zu haben. Laut eines argentinischen Experten heißt es: "Besonders von Europa aus wird behauptet, dass die europäisch-lateinamerikanisch-karibischen Gipfeltreffen ein Beispiel für eine „strategische Partnerschaft“ war. Doch zweifellos herrscht im Hinblick auf die Bezeichnung „strategisch“ eine gewisse Verwirrung vor. Es überlappen sich mehrere strategische Partnerschaften mit anderen Regionen und Ländern. Dies gilt sowohl für die Länder der EU als auch für die Länder der CELAC, so dass der Begriff inzwischen zu einer Worthülse verkommen ist."

Die Hoffnung ist, Europa kann aber auch anders. Nicht wenige Leute fordern intensivere Bemühungen seitens Europa, um diese "Partnerschaft" wieder zu stärken und zu erweitern.

Über den Autor

Miguel A. Buitrago

Miguel A. Buitrago

Master in Wirtschaftswissenschaften und Doktor der Politikwissenschaft.

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